Doris Hefti

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HPU - Hämopyrrollaktamurie

Quelle: Dr. Tina Ritter

Entgiftungsschwäche mit Neigung zu diversen Folgeerkrankungen im psychischen und körperlichen Bereich

Die Hämopyrrollaktamurie (HPU) ist eine familiär gehäuft auftretende, genetisch determininierte Stoffwechselstörung. Sie ist in der Literatur auch bekannt unter dem Namen Kryptopyrrolurie, Malvaria oder Chinese Doll Desease.

 

Ungefähr jede 10. Frau und jeder 100. Mann ist davon betroffen. Da die HPU häufig vererbt wird, sollten bei Vorliegen einer HPU auch Blutsverwandte, wie Kinder, Geschwister und Eltern auf die HPU getestet werden.

 

Wird diese Stoffwechselstörung nachgewiesen, zeigen sich bestimmte Symptome und Beschwerden, welche die Lebensqualität meist deutlich beeinträchtigen können. Die Auswirkungen können sich bereits in den ersten Lebensmonaten, aber auch noch im hohen Alter, bemerkbar machen. Je früher eine HPU diagnostiziert und behandelt wird, desto geringer ist der Leidensdruck.

 

Medikamenten- und Ernährungsempfehlungen

2014 Porphyria safe list.pdf
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Der wahre Grund warum Weizen giftig ist!
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Etwas Biochemie...

Im gesunden Stoffwechsel fallen die sogenannten Pyrrole (Bausteine des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin) als Abbauprodukte des Eiweißstoffwechsels an. Pyrrole sind in geringer Zahl für einige Stoffwechselwege nötig. Da sie aber giftig sind, erfolgt ihre Ausscheidung nach Gebrauch durch die Galle. Hierbei werden 4 Pyrrole zu einem Komplex verbunden. Dadurch werden sie ungiftig und über die Galle und den Darm ausgeschieden.

 

Bei Vorliegen einer HPU fallen deutlich mehr giftige Pyrrole im Blut an, was eine komplette Ausscheidung über die Galle unmöglich macht. Die höhere Anzahl an Pyrrolen muss deswegen über die Nieren aus dem Körper geschleust werden. Giftige Pyrrole werden auf diesem Weg an Vitamin B6 und Zink gekoppelt – nur so können sie entschärft und über den Urin ausgeschieden werden. Hierbei werden weit grössere Mengen an Vitamin B6 und Zink verbraucht, als dass der Körper über die Ernährung ausgleichen könnte. So zeichnet sich eine chronische Mangelsituation ab.

 

Als direkte Folge der Mikronährstoffmängel (Vitamin B6, Zink, Mangan) entstehen im chronischen Verlauf in der Regel körperliche und psychische Beschwerden. Auch die toxischen Zwischenprodukte, die bei der unzureichenden Häm-Synthese anfallen, können ebenfalls zu psychischen Auffälligkeiten führen (Stimmungsschwankungen, Depression, Schizophrenie, Angst, Panikattacken, Unruhe, Hyperaktivität).

 

Typische HPU-Kinder

Sie haben ein pfiffiges und intelligentes Kind. Die Schule dürfte kein Problem sein. Eigentlich. Aber ihr Kind ist oft müde, schlaff, antriebsarm, kann sich trotz guter Motivation und Vorbereitung nicht lange konzentrieren und kommt schließlich erschöpft nach Hause, um mit letzter Kraft noch Hausaufgaben zu machen. Sie versuchen es mit weniger Süßigkeiten, weniger Fernsehen, mit mehr Schlaf – aber ohne Erfolg. Sie schieben es auf schulische Überlastung, schlechte Lehrer – aber auch das ist es nicht. Aber dass Ihr Kind Stress hat, steht fest. Ursache könnte ein HPU sein.

Die HPU ist ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alle Verhaltensauffälligkeiten und Hirnleistungsstörungen psychisch bedingt sind. Gerade bei AD(H)S-Kindern ist oft unter Gabe der fehlenden Nährstoffe eine eindeutige Verbesserung zu sehen. Leider ist dieses Stoffwechselstörung noch sehr unbekannt und wird von vielen Therapeuten nicht anerkannt. Deshalb wird viel zu schnell und zu häufig mit Psychopharmaka behandelt.


Äusserliche Erscheinungsbilder

Weisse Flecken auf den Fingernägeln, Schwangerschaftsstreifen (Striae), blasse Hautfarbe (v.a. Gesicht), hypotone (schlaffe) Muskulatur

 

Verdachtsmomente, die an eine HPU denken lassen

 Chronische Beschwerden:

  • Schlafstörungen und fehlende Traumerinnerung

  • Knie- und Gelenkbeschwerden

  • Allergien
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten/gastrointestinale Erkrankungen
  • morgendliche Übelkeit/Schwangerschaftsübelkeit
  • Licht-, Geruchs- oder Geräuschempfindlichkeit
  • Hypoglykämie/Glukose-Intoleranz, Diabetes Typ 2
  • Migräne
  • Zyklusbeschwerden, Zyklusanomalien, PMS-Syndrom, Unfruchtbarkeit
  • Autoimmunerkrankungen, insbesondere Hashimoto-Thyreoiditis und primäre biliäre Zirrhose (PBC)
  • Anämie, Eosinophilie
  • ADS/ADHS
  • Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche
  • Störungen des Kurzzeit- und Namensgedächtnisses
  • Abhängigkeiten
  • Stressintoleranz
  • Erschöpfung
  • Ängstlichkeit, Stimmungsschwankungen, Depression, bipolare Psychosen, schizophrene Psychosen, Autismus
  • rezidivierende Hautpropleme, z.B. Sonnenallergie


Akute Beschwerden:

Nicht nur bei der Synthese des Häm, auch bei seinem Abbau bzw. beim Abbau der Erythrozyten weisen HPU'ler Defizite auf. Das führt manchmal zum Überfluten von Leber und Milz mit Bruchstücken der roten Blutkörperchen, woraus kolikartige Oberbauchbeschwerden, Muskelkrämpfe und -schwäche u.ä. resultieren können. Als akute Auslöser der HPU-Symptomatik fungieren hierbei porphyrinogene Stoffe (z.B. aluminum- oder quecksilberhaltige Medikamente), Infektionen und Stress.

 

Quelle: Dr. Tina Ritter

HPU-Test

Der geschichtlich ältere Kryptopyrroltest, der immer noch in den meisten Laboren weltweit angeboten wird, weist verschiedene Pyrrolverbindungen im Urin nach, die auch nach Einnahme von bestimmten Medikamenten oder durch toxische Belastungen entstehen können. Dadurch ist dieses Testverfahren zur Detektion der Stoffwechsel-störung weniger gut geeignet als der sehr viel spezifischere HPU-Test®, der seit dem Jahr 2000 verfügbar ist und ganz spezifisch HPL-Komplexe misst, die nur und ausschließlich bei HPU gebildet werden. Ein weiterer Vorteil dieses neuartigen Testverfahrens ist, dass auch sogenannte Abendausscheider mit Hilfe des 24 Stunden-Urins gefunden werden können. Bei ihnen kommt es, bedingt durch den bestehenden Mangel der Mikronährstoffe, erst durch die mit der warmen Hauptmahlzeit aufgenommen, kleinen Mengen Zink und Vitamin B6 zu einem kurzfristigen Ausscheiden der HPL-Komplexe ca. 2 Stunden nach dem Essen.

 

Die Einnahme von Vitamin B6 oder Multivitaminpräparaten verfälschen den Test ebenso wie die Einnahme von Zink. Der Urin sollte auch nicht während oder direkt nach der Periode oder in einer ungewohnt stressfreien Zeit bzw. bei bettlägeriger Erkrankung gesammelt werden. Auch die Einnahme von Antibiotika kann zu falsch negativen Werten führen, da durch deren Einsatz vermehrt Darmbakterien absterben, wodurch Vitamin B6 freigesetzt wird. Die Einnahme von Entwässerungsmitteln kann das Testergebnis ebenfalls verfälschen.


Im Zusammenhang mit dieser Stoffwechselstörung ist es auch wichtig, weitere Stoffwechselstörungen abzuklären. Vor allem bei Erwachsenen findet man Autoimmunerkrankungen wie zum Beispiel den Hashimoto-Thyreoiditis. Oft besteht gleichzeitig eine Darmschädigung ("Leaky Gut"), die eine Störung der Nährstoff-aufnahme zur Folge hat. Somit ist es sinnvoll, die Darmfunktion und die Nährstoffe im Körper untersuchen zu lassen.


Wenn Sie sich auf HPU testen lassen möchten, vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis.

 

Wir haben Testsets vorrätig und wir erklären Ihnen gerne, wie Sie den HPU-Test zuhause richtig durchführen.

 

Therapie der HPU und Förderung der Entgiftungskapazität

Die fehlenden Mikronährstoffe, allen voran die aktive Form des Vitamin B6 (P5P) mit ca. 50 mg pro Tag für einen Erwachsenen, zusätzlich Zink und Mangan, sollten zugeführt werden. Darüber hinaus hat sich die Supplementation eines Multivitamin-Präparates in der Praxis bewährt. Auch auf kleinste Mengen von Kupfer sollte hierbei zunächst verzichtet werden, da das innerhalb der Therapie häufig zu unerwünschten Neben-wirkungen führen kann (z.B. gastrointestinale Beschwerden).

 

Auch eine gute Versorgung mit Omega 3 Fettsäuren, Magnesium und B-Vitaminen ist für HPU-Klienten vorteilhaft. Da HPU´ler schlechte Entgifter sind, wirken Chlorella Algen oder andere Mikronährstoffe zur Schwermetallbindung und Entgiftungsunterstützung sehr effektiv bei.

 

In der heutigen Zeit verlangt Entgiftung gerade dem defizienten System der HPU-Klienten immer wieder metabolische Höchstleistungen ab. Es ist für diese Patientengruppe ratsam, auch in der Ernährung und Kosmetik auf unbelastete Produkte Wert zu legen und die körpereigene Entgiftung mit den entsprechenden Mikronähr-stoffen zu unterstützen.

 

Generell testen wir bei jedem HPU-Klienten die individuell benötigte Mikronähr-stoffdosis aus, da die benötigten Mengen an aktiven Vitaminen und Mineralien individuell sehr unterschiedlich sind und sich im Laufe der Therapie auch ändern können. Deshalb ist vor allem zu Beginn der Therapie eine regelmäßige Überprüfung der Mikronährstoffdosis, je nach Symptomatik, hilfreich (alle 4-6 Wochen).

 

Zum Schluss weisen wir Sie gerne auf das Buch "Stoffwechsel-störung HPU" von Dr. Tina Ritter und Dr. Liutgard Baumeister-Jesch hin.

 

Die beiden Autorinnen erläutern die Zusammenhänge, stellen Konzepte für eine ganzheitliche Therapie vor, die Entgiftungsblockaden auflöst und Vitalstoffmängel beseitigt.