Die Düfte begleiten mich seit meiner Kindheit.
Damals wusste ich noch nicht, wohin mich dieser Weg führen würde. Ich wusste nur, dass bestimmte Gerüche etwas in mir berührten, das sich nur schwer in Worte fassen liess.
Mit den Jahren wurde aus dieser Faszination eine Leidenschaft. Aus der Leidenschaft wurde ein Beruf. Und aus dem Beruf entstand eine lebenslange Forschungsreise.
Als Aromatologin durfte ich über viele Jahre beobachten, wie Düfte Menschen berühren, Erinnerungen wecken, Gefühle zugänglich machen und innere Prozesse begleiten können. Je länger ich mit ihnen arbeitete, desto grösser wurde mein Respekt vor ihrer Wirkung.
Heute betrachte ich Düfte nicht mehr einfach als angenehme Begleiter oder als klassische Aromatherapie.
Ich erlebe sie als eine Sprache.
Eine Sprache, die direkt mit unserem limbischen System, unserem Körpergedächtnis und unseren tiefsten Erfahrungen verbunden ist.
Oft erreichen Düfte Bereiche in uns, die mit Worten allein kaum zugänglich sind.
In meiner therapeutischen Arbeit durfte ich immer wieder erleben, wie ein Duft Sicherheit vermitteln, innere Bilder öffnen, verschüttete Erinnerungen berühren oder Menschen mit ihren eigenen Ressourcen in Kontakt bringen kann.
Diese Erfahrungen haben meine Arbeit entscheidend geprägt.
Sie führten mich schliesslich zur Entwicklung von Synapse Release® und später zur Integrativen Neuro-Regulation nach Doris Hefti®.
Was mich bis heute am meisten berührt, ist jedoch etwas anderes:
Immer wieder erlebe ich, dass im Menschen weit mehr Gesundheit, Lebendigkeit, Weisheit und Kraft vorhanden sind, als er selbst vermutet.
Auch in Zeiten von Trauma, Verlust, Krankheit oder Erschöpfung bleibt etwas Wesentliches erhalten.
Etwas, das nicht verloren geht.
Etwas, das auf seine Weise immer weiterlebt.
Die Düfte haben mich gelehrt, diesem Teil zu vertrauen.
Sie haben mich gelehrt, dass Entwicklung nicht bedeutet, jemand anderes zu werden. Sondern wieder in Verbindung zu kommen mit dem, was wir in unserem tiefsten Wesen bereits sind.
Vielleicht ist genau das der Grund, weshalb mich die Düfte seit so vielen Jahren begleiten.
Sie erinnern mich immer wieder daran, dass unter den Geschichten, Prägungen und Schutzmechanismen eines Menschen etwas Lebendiges vorhanden bleibt.
Ein innerer Wesenskern.
Ein Ort von Verbundenheit, Lebendigkeit und Wahrheit.
Dorthin führt mich meine Arbeit bis heute.
Und dafür empfinde ich grosse Dankbarkeit.
Doris Hefti
Man kann einen Menschen
nichts lehren, man kann ihm
nur helfen, es in sich selbst
zu entdecken.
Galileo Galilei (1564-1642)